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3D-Werkstätte für Metall­verar­bei­tung: Metall­kompe­tenz im IMA-Verbund

3D-Werkstätte für Metall­verar­bei­tung: Metall­kompe­tenz im IMA-Verbund

Die 3D-Werkstätte für Metallverarbeitung GmbH & Co. KG ist ein eigenständiges Unternehmen im IMA-Verbund mit Sitz in Aßlar. Auf rund 9.000 m² entstehen Metallbauteile für Messebau, Ladenbau und Displaybau – von der 3D-Konstruktion über Lasern, Kanten und Schweißen bis hin zu Pulverbeschichtung, Komplettmontage und Logistik. Die Fertigung umfasst unter anderem Laserschneiden bis 20 mm Materialstärke sowie Pulverbeschichtung großer Bauteile bis 6 m Länge und 2 Tonnen Gewicht. Durch die enge Verbindung von Holz-, Metall- und Oberflächenkompetenz entstehen Projekte in einem durchgängigen Fertigungsprozess.

Inhalt

Was ist die 3D-Werkstätte für Metallverarbeitung?

Die 3D-Werkstätte für Metallverarbeitung GmbH & Co. KG ist ein familiengeführtes Full-Service-Blechverarbeitungsunternehmen mit Sitz in Aßlar. Das Unternehmen gehört zum IMA-Verbund und ist am selben Standort wie IMA International angesiedelt.

Am IMA-Standort in Aßlar mit rund 9.000 m² Produktions- und Lagerfläche fertigt ein Team aus Technikern, Konstrukteuren, Ingenieuren, Metallbauern und Lackierern Feinblech-Lösungen für Messebau, Ladenbau, Displaybau und Sonderlösungen. Das Leistungsspektrum umfasst den gesamten Prozess – von der Beratung und 3D-Konstruktion über Fertigung und Beschichtung bis hin zu Montage und Logistik.

Als Teil des IMA-Verbunds verbindet die 3D-Werkstätte Know-how aus den Bereichen Holz, Metall und Beschichtung innerhalb abgestimmter Produktionsabläufe. Da im Messe- und Ladenbau häufig unterschiedliche Materialien kombiniert werden, lassen sich Projekte ohne zusätzliche Schnittstellen zwischen den Gewerken realisieren.

Ima Mitarbeiter Produktion Werkstatt 01Luftaufnahme IMA-Standort, Aßlar 

Warum spielt Metallverarbeitung im Messebau eine zentrale Rolle?

Metall übernimmt in diesen Projekten sowohl tragende als auch funktionale Aufgaben. Konstruktionen müssen stabil, präzise und gleichzeitig flexibel einsetzbar sein.

Im Messebau betrifft das Tragwerke, Rahmenkonstruktionen, Bodenprofile oder Hängesysteme. Im Ladenbau entstehen Regalsysteme, Unterkonstruktionen, Präsentationsflächen oder Vitrinenrahmen. Im Displaybau kommen Produktträger, Monitorhalterungen oder Shop-in-Shop-Systeme hinzu.

Viele dieser Bauteile bleiben später unsichtbar, sind aber entscheidend für Stabilität, Belastbarkeit und Wiederverwendbarkeit. Metallkonstruktionen müssen dabei häufig exakt mit Holzwerkstoff-Elementen zusammenpassen: bei Maßen, Verbindungspunkten und Oberflächen.

Präzise gefertigte Metallbauteile sind oft der entscheidende Faktor für die Gesamtqualität eines Systems – und dafür, ob es sich über mehrere Einsätze hinweg wirtschaftlich betreiben lässt.

Weitere Informationen zu Messebau-Projekten und Leistungen von IMA International finden Sie hier: Messebau.

Welche Herausforderungen entstehen durch externe Zulieferer?

In vielen Projekten entstehen Objekte aus mehreren Materialien. Holzwerkstoffe, Metall und Beschichtung werden kombiniert: Jedes Material übernimmt seine spezifische Funktion.

Während die Holzverarbeitung bei vielen Messebauern im eigenen Haus stattfindet, wird Metallverarbeitung häufig an externe Zulieferer vergeben. Das erzeugt Reibungsverluste zwischen Konstruktion, Fertigung und Montage. Die Folgen sind längere Lieferzeiten, höherer Abstimmungsaufwand und weniger Kontrolle über das Endergebnis.

Im IMA-Verbund ist die Metallverarbeitung Teil der eigenen Produktion. Holzverarbeitung, Metallverarbeitung und Beschichtung werden in einem abgestimmten Fertigungsprozess gebündelt.

Für Kunden bedeutet das: ein Ansprechpartner für alle Gewerke, aufeinander abgestimmte Produktionsabläufe und kürzere Reaktionszeiten bei Änderungen. Maße, Oberflächen und Verbindungspunkte werden im selben Haus geplant und umgesetzt.

Die Kombination aus Holz- und Metallverarbeitung im IMA-Verbund eröffnet dabei eine weitere Möglichkeit: Je nach Anforderung kann die qualitativ und wirtschaftlich optimale Bauart gewählt werden – ob Holz, Metall oder eine Kombination beider Materialien. Diese Flexibilität haben nur wenige Anbieter im Markt.

Konstruktionsänderungen lassen sich so kurzfristig berücksichtigen – ohne Rückfragen bei externen Lieferanten und ohne Verzögerungen im Produktionsplan.

Welche Bauteile entstehen für Messebau, Ladenbau und Displaybau?

Die gefertigten Bauteile übernehmen tragende, funktionale und gestalterische Aufgaben in Messe-, Laden- und Displayprojekten. Das Spektrum reicht von Einzelbauteilen und Prototypen bis hin zu Serien und Sonderlösungen.

Messebau
Im Messebau entstehen vor allem Konstruktionen die Stabilität, Flexibilität und Wiederverwendbarkeit verbinden:

  • Thekenrahmen und Thekenunterbauten
  • Wandkonstruktionen und Rahmentragwerke
  • Bodenprofile, Fußplatten und Hängesysteme
  • Beschläge und Verbindungselemente
  • Sonderkonstruktionen nach Projektvorgabe

Ladenbau
Im Ladenbau entstehen belastbare, nachproduzierbare Metallbauteile für den dauerhaften Filialbetrieb:

  • Regalkonstruktionen und Regalträger
  • Thekenrahmen und Kassenzoneneinbauten
  • Vitrinenrahmen und Vitrinengestelle
  • Wandmontierte Präsentationssysteme
  • Logohalterungen und Beschilderungssysteme

Displaybau
Im Displaybau fertigt die 3D-Werkstätte Präsentationssysteme für Handel, Showroom und Messe, vom Einzelstück bis zur Rollout-Serie:

  • Displaygestelle und Produktaufsteller
  • Screenrahmen und Monitorhalterungen
  • Wandschienen und Hängesysteme für Shop-in-Shop
  • Sockel und Podeste aus Metall
  • Metallmöbel und Sonderanfertigungen

Ima Produktion Werkstatt Mitarbeiter 2021 75Lasergefertigte Blechzuschnitte für Messebau und Ladenbau 

Der Fertigungsprozess: Von der 3D-Konstruktion zur fertigen Oberfläche

Der Fertigungsprozess beginnt mit der 3D-Konstruktion. Über ein CAD-CAM-System werden Bauteile dreidimensional modelliert und auf den CNC-gesteuerten Maschinenpark übertragen. Die enge Verbindung zwischen Konstruktion und Fertigung reduziert Übertragungsfehler und ermöglicht präzise Produktionsabläufe auch bei komplexen Bauteilen und Schweißbaugruppen.

Zum Fertigungsprozess gehören Laserschneiden von Blechen mit Materialstärken von 0,5 bis 20 mm, vollautomatische Stanzbearbeitung für Verformen, Prägen und Gewindeschneiden, Kanten mit 5- und 6-Achs-Kantbänken sowie Schweißarbeiten im WIG-, MIG- und MAG-Verfahren. Nach dem Laserschneiden werden Bauteile automatisch abgeräumt, sortiert und kontrolliert.

Die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter ermöglicht dabei die passgenaue Abstimmung der Konstruktion auf die hauseigenen Fertigungsverfahren – von der ersten Konstruktionsidee bis zum fertig beschichteten Bauteil.

Ima Kantmaschine Metallbearbeitung Werkstatt 2 03Qualitätskontrolle nach dem Bearbeitungsvorgang - Sichtprüfung eines Bauteils

Pulverbeschichtung und Nasslackierung

Die Oberflächenbehandlung erfolgt am Standort – Transportwege zu Beschichtungsbetrieben außerhalb entfallen.

Jumbo Coat Pulverbeschichtung:
Die hauseigene Pulverbeschichtungsanlage ermöglicht die hochwertige Beschichtung besonders großer Bauteile: bis zu 2,0 m Breite, 2,3 m Höhe und 6,0 m Länge bei einem Gewicht von bis zu 2 Tonnen. Das statische Verfahren ist lösungsmittelfrei und erzeugt schlag- und kratzfeste Oberflächen in nahezu jedem RAL-, HKS- oder Pantone-Farbton.

Nasslackierung:
Ergänzend steht eine Lackierkabine für Nasslacke mit eigenem Trocknungsraum zur Verfügung. Sie kommt zum Einsatz, wenn spezielle Oberflächeneffekte oder materialspezifische Anforderungen eine Nasslackierung erfordern.

IMA INTERNATIONAL PULVERBESCHICHTUNGSANLAGEJumbo Coat Pulverbeschichtungsanlage - Beschichtung von Metallbauteilen

 
Oberflächenbehandlung auf einen Blick
Pulverbeschichtung: Lösungsmittelfrei, bis 6 m Länge und 2 Tonnen Gewicht
Nasslackierung: Eigene Kabine mit Trocknungsraum für Spezialoberflächen
Farbtöne: RAL, HKS und Pantone – chargengenau reproduzierbar
Vorteil: Keine Transportwege zu externen Beschichtungsbetrieben
 

Weitere Informationen zu Beschichtungsverfahren und Oberflächen finden Sie im Beitrag: Wasserlacke im  Messebau.

Welche Rolle spielen Montage, Verpackung und Logistik?

Der Leistungsumfang endet nicht bei der Fertigung. Die 3D-Werkstätte übernimmt auf Wunsch den gesamten Prozess bis zur Auslieferung beim Kunden.

Komplettmontage:
Neben den selbst produzierten Bauteilen werden auch externe Komponenten integriert – Leuchten, Produkteinsätze, Werbegrafiken, Monitore. Das fertige Produkt wird vollständig montiert und ausgeliefert. Zusätzlicher Montageaufwand beim Kunden entfällt.

Teilmontage:
Alternativ werden nur die produzierten Bauteile wie etwa der Grundkorpus montiert und an den Wunschort geliefert. Die Endmontage vor Ort übernimmt dann das Team des Auftraggebers. Diese Variante eignet sich besonders, wenn vor Ort eigene Montageteams eingesetzt werden oder standortspezifische Anforderungen eine direkte Einbindung erfordern.

Verpackung:
Produktindividuelle Verpackungen werden mit eigenen Ressourcen entwickelt und hergestellt. Das gewährleistet den sicheren Transport auch empfindlicher Oberflächen und Bauteile. Gerade bei Sonderformaten oder hochwertigen Oberflächen reichen Standardverpackungen nicht aus. Hier ist eine maßgefertigte Lösung entscheidend.

Eigener Fuhrpark und Lager:
Ein eigener Fuhrpark sorgt für zuverlässige und pünktliche Lieferung direkt an den Wunschort. Auf einer großen Lagerfläche werden Produkte mit einem intelligenten Warenmanagement-System eingelagert, bis sie wieder zum Einsatz kommen. Für Aussteller, die ihren Messestand mehrfach nutzen, ist auch die fachgerechte Zwischenlagerung zwischen den Einsätzen möglich.

Ima Produktion Werkstatt Mitarbeiter 2021 23Logistik direkt vom IMA-Standort in Aßlar

Welche Vorteile hat integrierte Metallverarbeitung für Messebau-Projekte?

Die meisten Projekte im Messe- und Ladenbau kombinieren Holz und Metall. Wenn beide Materialien in derselben Produktion verarbeitet werden, ergeben sich Vorteile, die über reine Logistik hinausgehen.

  • Maße und Toleranzen werden direkt zwischen Holz- und Metallverarbeitung abgeglichen
  • Konstruktionsänderungen können schnell umgesetzt werden, ohne zusätzliche Abstimmungsrunden
  • Oberflächenbehandlung für Holz und Metall wird farblich aufeinander abgestimmt
  • Qualitätskontrolle erfolgt durchgängig vom Rohmaterial bis zur fertigen Baugruppe
  • Kurzfristige Anpassungen und Nachfertigungen sind ohne Lieferverzögerung möglich
  • Ein fester Ansprechpartner verantwortet das gesamte Projekt

Wer Metallbauteile bei Zulieferern bestellt, ist von deren Kapazitäten und Lieferzeiten abhängig. Bei der 3D-Werkstätte liegt die Produktionsplanung innerhalb des IMA-Verbunds – Holz, Metall und Beschichtung werden gemeinsam getaktet. Dadurch lassen sich Qualitätskontrolle und Terminplanung zentral steuern, ohne zusätzliche Abstimmungsschleifen zwischen verschiedenen Gewerken.

Über den Autor

Uwe Bremer

Geschäfts­füh­rer, IMA Internatio­nal

IMA International ist Hersteller für Messebau, Ladenbau und Displaybau mit eigener Fertigung am Standort Aßlar bei Wetzlar. Seit 1976 realisiert das Unternehmen Projekte für mittelständische Unternehmen und Konzerne – national und international.

„Unsere Metallverarbeitung im IMA-Verbund bedeutet für unsere Kunden: kürzere Wege, weniger Schnittstellen und mehr Kontrolle über Qualität und Termine.“

FAQ

Häufige Fragen

Welche Materialstärken können verarbeitet werden?

Bleche werden mit einer Materialstärke von 0,5 bis 20 mm verarbeitet. Eingesetzt werden vor allem Stahl und Aluminium. Je nach Anforderung sind auch andere Materialien möglich.

Wie groß können Bauteile für die Pulverbeschichtung sein?

Die Jumbo-Coat-Pulverbeschichtungsanlage beschichtet Bauteile bis zu 2,0 m Breite, 2,3 m Höhe und 6,0 m Länge bei einem Gewicht von bis zu 2 Tonnen. Auch sehr große Konstruktionsteile werden so am Standort beschichtet. Transportwege zu Beschichtungsbetrieben entfallen.

Werden auch Prototypen und Einzelstücke gefertigt?

Ja. Das Spektrum reicht von Prototypen und Einzelstücken über Kleinserien bis hin zu Großserienprojekten. Kurzfristige Änderungswünsche lassen sich direkt in der Fertigung berücksichtigen.

Was bedeutet Komplettmontage?

Die 3D-Werkstätte montiert nicht nur die selbst produzierten Bauteile, sondern integriert auf Wunsch auch externe Komponenten wie Leuchten, Monitore, Produkteinsätze oder Werbegrafiken. Das fertige Produkt wird vollständig montiert und ausgeliefert.

Wie läuft die Abstimmung mit IMA International ab?

Da beide Unternehmen in Aßlar unter einem Dach arbeiten, erfolgt die Abstimmung ohne Umwege. Maße, Verbindungspunkte und Oberflächen werden gemeinsam geplant. Ein fester Ansprechpartner verantwortet das gesamte Projekt – unabhängig davon, ob Holz-, Metall- oder kombinierte Lösungen benötigt werden.

Welche Vorteile hat ein Messebauer mit eigener Metallverarbeitung?

Der größte Vorteil ist die Eliminierung von Schnittstellen. Wenn Holzverarbeitung, Metallverarbeitung und Beschichtung am selben Standort stattfinden, entfällt die Abhängigkeit von externen Zulieferern.

Konstruktionsänderungen können sofort umgesetzt werden, Maße werden im selben Haus abgeglichen und die Qualitätskontrolle erfolgt durchgängig. Das bedeutet kürzere Produktionszeiten, zuverlässigere Termine und ein einziger Ansprechpartner für das gesamte Projekt.

Wie lange dauert die Fertigung von Metallbauteilen für einen Messestand?

Das hängt von Komplexität und Menge ab. Einfache Bauteile wie Beschläge oder Bodenprofile sind in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen fertig. Komplexere Schweißbaugruppen benötigen typischerweise zwei bis vier Wochen.

Da Metallverarbeitung und Messebau-Produktion im IMA-Verbund am selben Standort stattfinden, kann die Fertigung direkt in den Gesamtproduktionsplan integriert werden – ohne zusätzliche Lieferzeiten zwischen Gewerken.

Ab welcher Menge lohnt sich die Zusammenarbeit mit der 3D-Werkstätte?

Es gibt keine Mindestmengen. Einzelstücke, Kleinserien und Großprojekte werden gleichwertig behandelt. Anfragen sind unabhängig von Projektgröße oder Stückzahl möglich.